Daten zur amerikanischen Inflation ließen den Aktienmarkt rot werden

Der vergangene Montag verlief ohne besondere Verwerfungen an den Aktienmärkten, da die weltweiten Aktienmärkte dort weitermachten, wo sie in der Vorwoche aufgehört hatten. Dann kam am Dienstag eine Überraschung, als die US-Inflation im August veröffentlicht wurde und 8,3 % im Jahresvergleich erreichte. Basierend auf den Daten für Juli (8,5 % auf Jahresbasis) bedeutet dies einen Rückgang der Inflation, aber die Erwartungen der Analysten waren niedriger (8,1 %). Die Daten zur Kerninflation, die Lebensmittel- und Energiepreise nicht berücksichtigt, geben Anlass zur Sorge, da sie im Vergleich zum Juli gestiegen ist und 6,3 % beträgt (Analystenerwartung: 6,1 %). Die Kurse der wichtigsten US-Aktienindizes eröffneten aufgrund der Nachrichten niedriger und beendeten den Tag stark im Minus (S&P 500 -4,3 %, Dow Jones -3,9 %, Nasdaq -5,2 %, gemessen in US-Dollar) und am nächsten Tag Auch die anderen großen Weltaktienindizes folgten den US-Aktienmärkten. Anleger fragen sich nun, wie hoch die Zinserhöhung von der US-Notenbank (Fed) beschlossen wird, die an diesem Dienstag und Mittwoch tagt. Laut Bloomberg ist nach den Erwartungen der Marktteilnehmer eine weitere Zinserhöhung um 75 Basispunkte fast unvermeidlich, während ein kleinerer Anteil der Analysten (21 % laut CME Group) eine Erhöhung um 100 Basispunkte erwartet. In jedem Fall bedeutet ein weiterer Anstieg der Zinsen, dass es für Unternehmen, Haushalte und Länder teurer wird, Kredite aufzunehmen, was die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession erhöht.

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der US-Inflationsnachrichten festigte sich der Wert des US-Dollars und kehrte zur Parität mit dem Euro zurück, nachdem der Euro eine Woche zuvor nach einer Zinserhöhung um 75 Basispunkte durch die Europäische Zentralbank (EZB) gestiegen war. Auch das britische Pfund verlor an Wert, was im Vergleich zum Dollar der niedrigste seit 1985 ist. Bemerkenswert ist, dass Gold in der letzten Zeit ebenfalls weiter an Wert verloren hat und bereits knapp 19 % vom diesjährigen entfernt ist Höchststand im März, gemessen in Dollar (Wert für eine Unze Gold, gemessen in Euro, verlor etwas weniger, nämlich gut 11 %, aufgrund der Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar. Aufgrund langfristig höherer Inflationserwartungen erforderlich Auch die Anleiherenditen stiegen, was zu sinkenden Anleihekursen führte Rezession. Unter den Unternehmen hallt der Reuters-Bericht, dass die Investmentbank Goldman Sachs plant, die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren (ähnlich wie sie es bei den Unternehmen Microsoft und Ford Motors angekündigt hat), wider. Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt bleibt ansonsten gut – die Zahl o f Neuanträge auf Arbeitslosengeld gingen auf 213.000 zurück.

Weiter geht es auf dem alten Kontinent, wo die Aktienindizes in der vergangenen Woche aufgrund von Befürchtungen einer konjunkturellen Abschwächung gefallen sind. Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag zur außerordentlichen Besteuerung der Gewinne von Energieunternehmen veröffentlicht, der zusätzliche 140 Milliarden Euro zur Lösung der Energiekrise bereitstellen könnte. Nach der Bekanntgabe der Nachricht stiegen die Preise für Gas und Strom erwartungsgemäß leicht an. Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist aufgrund von Sorgen um Energieknappheit, Auftragsrückgang und Industrieproduktion auf niedrigem Niveau. Die geforderte Verzinsung der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe ist, ähnlich wie in den USA, gestiegen und liegt derzeit mit 1,7 % nach Aussagen der Chefs der Europäischen Zentralbank (EZB) in Richtung schneller Zinsen Zinserhöhungen. In Großbritannien sind sie weiterhin mit einer hohen Inflation konfrontiert, die im Vergleich zum Juli leicht zurückgegangen ist (von 10,1 % auf 9,9 %), aber laut den letzte Woche veröffentlichten Daten stieg das BIP im Juli um 0,2 %. Die Arbeitslosenquote auf der Insel ist mit 3,6 % auf dem niedrigsten Stand seit 1974, aber auch die Gesamtzahl der Beschäftigten ist geringer. Aufgrund des Mangels an Bewerbern stiegen auch die Löhne, und zwar jährlich um 5,5 %.

Swanhilde Arbeit

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