Deutsche Ermittlungen gegen Hyundai und Kia

Die deutsche Staatsanwaltschaft hat am Dienstag mehrere Geschäftsräume von Vertretern der südkoreanischen Marken Kia und Hyundai in Deutschland und Luxemburg durchsucht und die Aktion mit dem europäischen Eurojust-Büro koordiniert. Es besteht der Verdacht, dass diese beiden Marken auch nicht autorisierte Software zur Kontrolle der Schadstoffemissionen von Autos mit Dieselmotor verwendeten.

Wie sie es für die Agentur sind Reuters Laut Staatsanwaltschaft sollten die umstrittenen Geräte des Unternehmens an Bosch und Delphi geliefert werden, die heute zur BorgWarner-Gruppe gehören. Die Unternehmen Kia und Hyundai erklärten lediglich, dass die Ermittlungen tatsächlich durchgeführt worden seien und sie mit der Staatsanwaltschaft kooperierten.

Aktien des Hyundai-Kia-Konzerns verloren im heutigen Handel sechs Prozent, Anleger befürchten natürlich, dass die Ermittlungen ausgeweitet werden und sich dies auf ihr Geschäft auswirkt.

Bekanntlich brach im Volkswagen Konzern im Jahr 2015 die sogenannte Diesel-Affäre wegen nicht autorisierter Software aus, die viele direkte und indirekte Folgen hatte. Bis heute hat Volkswagen mehrere zehn Milliarden Euro für verschiedene Entschädigungen in den USA und Europa gezahlt (in Slowenien haben die Kläger ihre Entschädigung immer noch nicht erhalten).

Der Verdacht fiel auch auf viele andere Hersteller, die im Gegensatz zu VW kein Fehlverhalten eingestanden, aber viele Marken auch Schadensersatz in irgendeiner Form geleistet haben.

Gleichzeitig bedeutete dies auch einen sukzessiven starken Rückgang des Absatzes von Dieselantrieben in Pkw, die in Europa von der einstigen Hälfte des Marktanteils auf rund 20 Prozent zurückgingen. Mit der Zeit verstärkte sich auch der europäische Druck für einen vollständigen Übergang zu Elektrofahrzeugen.

Hildebrand Geissler

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