Die Deutschen glaubten nicht, dass so etwas überhaupt möglich sei

Szenen, die wir aus Fußballstadien schon lange nicht mehr gewohnt sind. Beim Champions-League-Spiel in Marseille flog Pyrotechnik unkontrolliert von einer Fanabteilung zur anderen und gefährdete sowohl die Fans des französischen Klubs als auch der Eintracht aus Frankfurt. Obwohl sich die Deutschen über einen knappen 1:0-Sieg freuten, gewann diesmal tatsächlich niemand. Einer der deutschen Fans wurde sogar schwer verletzt und wird im Krankenhaus behandelt.

„So einen Tag haben wir noch nie erlebt und wir haben nicht geglaubt, dass das überhaupt möglich ist. Das Ausmaß an Aggression und Hass, das uns erwartete, ist unfassbar, und natürlich gab es eine Reaktion. Dann kann es auch keine echte Freude geben ein Sieg“, sagte ein Mitglied des Eintracht-Vorstands nach dem Spiel Philipp Reschke, der französische Fans für die Gewalt und Aggression verantwortlich machte, sich aber scharf von der Person distanzierte, die den Hitlergruß benutzte. Natürlich waren auch die deutschen Fans nicht unschuldig. Da sie aber letztes Jahr im Europa-League-Halbfinale gegen West Ham United aufs Feld gestürmt sind und nur bedingt bestraft wurden, ist damit zu rechnen, dass die UEFA dieses Mal deutlich strenger sein wird und mindestens ein Spiel vorne liegen muss von leeren Ständen.

Zwischenfälle ereigneten sich auch nach dem Ende des Spiels zwischen Porto und Club Brügge. Die Belgier feierten überraschend hoch (4:0), und die portugiesischen Fans verhehlten ihre schlechte Laune nicht. Einige gingen so weit, die Linie geschmackvoll zu überschreiten, und griffen das Auto mit der Frau und den Söhnen von Porto-Trainer Sergio Conceicao nach einem Duell mit Steinen an. Das Glas des Autos war zerbrochen und Familienmitglieder wurden beschimpft. Glücklicherweise gab es keinen körperlichen Angriff. Der Verein verurteilte den Angriff der Fans und bedauerte, dass dem Trainer nicht die nötige Sicherheit geboten wurde.

Deutlich ruhiger, zumindest was Fan-Krawalle angeht, verlief die Partie zwischen den Bayern und Barcelona, ​​die viele auch zur Schönheit der Runde erklärten. Es war viel los, Chancen kamen von beiden Seiten, aber die Katalanen verließen München mit schlechter Laune, nachdem sie viele reife Chancen vergeben hatten. Barcelonas Trainer Xavi gehörte nach der 0:2-Niederlage ebenfalls zu den am meisten Enttäuschten, überzeugt davon, dass sie von dem, was gezeigt wurde, mehr verdient hätten. „Der größte Unterschied zwischen den beiden Vereinen besteht darin, dass sie vor dem Tor keine Fehler machen. Das Ergebnis spiegelt nicht wider, was auf dem Platz passiert ist. Aber Fußball ist ein Spiel, bei dem diese verschenkten Chancen teuer werden. Wir hatten sechs.“ oder sieben Großchancen, aber wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Wir müssen aus unseren Fehlern etwas Positives lernen“, war er schlecht gelaunt Xavi, zuversichtlich, dass sie das Match gewinnen sollten. „Ich mag es nicht zu verlieren und wir haben es nicht verdient, heute zu verlieren. Wir waren besser und haben den größten Teil des Spiels dominiert. Ich bin wirklich enttäuscht und ich denke nicht, dass das Ergebnis fair ist. Wir haben noch viel zu verlieren.“ zu tun, denn wir stehen am Anfang unserer Reise.“ Die Niederlage schmerzt umso mehr, als die Katalanen alle Hoffnungen auf den ehemaligen Bayern-Stürmer Robert Lewendowski (der Transfer für 50 Millionen Euro erfolgte im Sommer) richtete, der in diesem Jahr in sechs Spielen neun Tore für Barcelona erzielte. Aber dies war nicht seine Nacht. x


Hildebrand Geissler

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