Die meisten Leute nehmen den Hauptpreis im Sommer nicht sehr ernst



Nika Križnar gewann sowohl den Sommer-Grand-Prix (2020) als auch die große Kristallkugel für den Gewinn der Weltmeisterschaft (2021). Heute in Courchevel wird er sicherlich um einen weiteren Sieg kämpfen. Die Qualifikation beginnt um 11:00 Uhr, das Spiel findet um 18:00 Uhr statt. Foto: www.alesfevzer.com

Mit zunehmendem Druck der Schirmherren (vorwiegend im deutschsprachigen Raum) und dem Wunsch, dass sich die Springer auch im Sommer auf den TV-Bildschirmen und vor Freitagabendgästen zeigen können, war die Sommerturnierserie geboren. Später wurde er auch Grand Prix genannt. Seit fast drei Jahrzehnten verfolgen wir Skispringer-Wettkämpfe um den Grand Prix. Besonders in Wintersportzentren im deutschsprachigen Raum wurde dies schnell von Tourismusmitarbeitern als eines der Angebote für Gäste aufgenommen, als beispielsweise das Radfahren im Sommer in der Bergwelt noch nicht in Betracht gezogen wurde.

Hinterzarten in Deutschland könnte hier als einer der Pionierorte mit einer Sprungschanze genannt werden, die einen mit Plastik bedeckten Landeplatz hatte. Ganz in der Nähe war Stams in Österreich, wo es auch eine berühmte Schule gibt, die österreichischen Skispringern zumindest eine gewisse Ausbildung ermöglicht. Natürlich bei einem Spitzensport.

Malysz und Morgenstern jeweils dreimal Helden des Sommers
Nicht wenige wollten die Grand-Prix-Rennen schnell mit den Winterrennen gleichsetzen und auch diese Serie in den Gesamtweltcup einbeziehen. Aber sie wurden überstimmt. Richtig oder falsch, kann jeder für sich selbst beurteilen. Es kam jedoch oft vor, dass der Gewinner der Sommersaison auch der Gewinner der Wintersaison war. Nennen wir nur zwei: Adam Malysz (der aktuelle Präsident des Polnischen Skiverbandes) und Thomas Morgenstern. Beide haben jeweils dreimal gewonnen.

Slowenische Gewinner: Damjan, Križnar, Bogataj
Bei den Slowenen war nur Jernej Damjan (2014) der Gewinner der Sommersaison, während bei den Frauen Niki Križnar (2020) und Urša Bogataj (2021) erfolgreich waren. Beide hatten auch einen großartigen Start in diesen Sommer, da sie jeweils einen Test in Wisla gewonnen haben, sodass sie nach zwei Spielen an der Spitze der Gesamtwertung stehen (Bogataj 180 Punkte, Križnar 160) und vor dem heutigen Test die Hauptfavoriten sind.

Slowenische Aufstellung für Courchevel
Heute sind die Farben Sloweniens vertreten Nika Prevc, Katra Komar, Nika Križnar und Urša Bogataj, und am Sonntag treten sie im Springreiten an Žak Mogel, Jan Bombek, Bor Pavlovčič, Patrick Ritter und Tilen Bartol.

Auch Sara Takanashi wird heute nicht dabei sein
Die Frauen bekamen jedoch ihren Sommerwettbewerb, sobald die Frauen-Weltmeisterschaft erschien. Die ersten acht Spielzeiten wurden von der Japanerin Sara Takanashi zu ihren Gunsten entschieden, die nach ihrem wiederholten Scheitern bei Olympischen Spielen (den Titel der Olympiasiegerin gewann sie letztes Jahr in Peking nicht noch einmal) bisher nicht an den Sommerspielen teilgenommen hat dieser Saison. Sie wird heute auch nicht in Frankreich sein, und sie gehört eindeutig zu denen, die den großen Sommerpreis nicht ernst nehmen.

Das slowenische Lager sieht das anders – Trainer Zoran Zupančič hat sich für die stärkste Aufstellung entschieden, die ihm zur Verfügung steht. Žirovec glaubt, dass es bereits zu wenige Frauenspiele gibt, um sie gehen zu lassen.

Das Team der A-Vertretung wird in Rašnov hinzukommen
Die slowenische Herren-Nationalmannschaft wird in Courchevel erneut den B-Satz bestreiten (das Spiel der Herren findet am Sonntag statt), während die Besten auf den Schanzen erst Mitte September im rumänischen Rašnov auftreten werden.

Gesamtwertungsreihenfolge des Hauptpreises (2/6): Stoch und Kubacki jeweils 180, Wolny 110, Geiger 100, Wellinger 70… 10. D. Prevc 52 Punkte.

Frauen (2/5): Bogataj 180, Križnar 160, Kramer 125, Pagnier 110, Freitag 86 Punkte…

Hildebrand Geissler

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