Dodik stärkt die Beziehungen zu Putin und lehnt den Einsatz deutscher Soldaten in Bosnien und Herzegowina ab



Das serbische Mitglied der Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina Milorad Dodik und der russische Präsident Wladimir Putin trafen sich am Freitag am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg. Foto: EPA

Althea ist eine Operation der Mission der Europäischen Union in Bosnien und Herzegowina (EUFOR), die die Umsetzung des militärischen Teils des Abkommens von Dayton überwacht. Westliche Länder befürchten, dass Russland Ende des Jahres im UN-Sicherheitsrat gegen die Verlängerung der Mission stimmen könnte, weil es die Stabilität und den Frieden im Land gefährden könnte.

Gemäß dem im März gefassten Beschluss werden ihre Streitkräfte um weitere 500 Soldaten auf insgesamt 1.100 verstärkt. Auch Deutschland hat nach zehnjähriger Pause kürzlich angekündigt, seine Soldaten im Rahmen des Einsatzes nach Bosnien und Herzegowina zu entsenden. Die Regierung hat den Einsatz von bis zu 50 Angehörigen der Bundeswehr genehmigt, die Entscheidung muss aber noch bestätigt werden der Deutsche Bundestag.

Dodik traut der Bundeswehr nicht

Er ist jedoch serbisches Mitglied der Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina Milorad Dodik heute offen gegen eine solche Möglichkeit und erklärte, dass er der Bundeswehr nicht traue, und fügte hinzu: „Sie brauchen nicht diejenigen, die mit der Armee kommen und sich um die politische Neuordnung von Bosnien und Herzegowina kümmern würden, und das tun die Deutschen wirklich„.

Auch die Rolle des Hohen Internationalen Repräsentanten in BiH wird derzeit von einem Deutschen wahrgenommen Christian Schmidt, die Dodik entschieden ablehnt und sagt, dass sie zur institutionellen Krise in Bosnien und Herzegowina beitrage. Vor wenigen Tagen forderte er sogar seine Abschiebung. Dodik hat ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putindie am Freitag am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg stattfand, genannt „freundlich und verständnisvoll„.

Der serbische Staatschef aus Bosnien und Herzegowina erklärte, dass Russland das Dayton-Arrangement in Bosnien und Herzegowina als Land mit zwei Entitäten und drei konstituierenden Nationen nachdrücklich unterstütze und die Position der serbischen Seite in Bosnien und Herzegowina, die sich gegen die Einführung lehne, sehr schätze von Sanktionen gegen Russland.

Einige in BiH, die Sanktionen verhängen wollen, berücksichtigen nicht, dass Russland ein Garant des Friedensabkommens von Dayton ist und dass es in diesem Zusammenhang völlig sinnlos ist, über die Verhängung von Sanktionen gegen den Garanten Ihrer Existenz zu sprechen“, sagte Dodik.

Laut der serbischen Presseagentur Tanjug sagte Dodik auch, dass mit der russischen Seite wichtige Infrastrukturfragen besprochen und die Entscheidung zum Bau einer Gaspipeline und zweier Kraftwerke in der Republika Srpska bestätigt worden sei. Gleichzeitig dankte Dodik auch Russland dafür, dass es den Gaspreis niedrig hält und sagte: „Er sieht keine Alternative“ von russischem Öl und Gas.

Hildebrand Geissler

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