Für die deutsche Wirtschaft gibt es mehr Optimismus, aber noch keinen Grund zum Feiern

Reuters

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Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,9 Prozent. Deutschland gilt als Schlüsselwirtschaft der Europäischen Union, an die andere, kleinere Länder, darunter Slowenien, wirtschaftlich stark angebunden sind. Früher oder später werden auch ihnen die wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland bekannt. Es gibt ein berühmtes Sprichwort: Wenn Deutschland niest, erkältet sich ganz Europa. Ruth Marke, Präsident des Statistischen Bundesamtes Destatis, schätzt, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 trotz Energiekrise, gravierender Materialknappheit, Engpässen in Lieferketten, stark steigenden Lebensmittelpreisen und Arbeitskräftemangel gut entwickelt hat. Getragen wurde das Wachstum im vergangenen Jahr vor allem vom Konsum der privaten Haushalte und den Investitionen in Maschinen und Anlagen. Die Prognosen der Analysten und die Aussichten der Unternehmen sind für dieses Jahr jetzt optimistischer als im vergangenen Herbst, aber sie sehen immer noch keinen Grund zu feiern, dass das Schlimmste überstanden ist.

Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, sagte gegenüber Reuters, dass es zwar möglich sei, dass sich die Rezession verzögere, es aber unwahrscheinlich sei, dass sie überhaupt nicht eintritt. Die Wirtschaftsberaterin der Bundesregierung, Monika Schnitzer, sagte, die Inflation habe wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht, als die globalen Energiepreise fielen. Nach ihren Erwartungen werden die Erdgaspreise in diesem Jahr weiter fallen.

Almeric Warner

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