Ljubljana und Berlin können sich nicht auf gepanzerte Fahrzeuge für die Ukraine einigen

Gemäß der Vereinbarung sollte Slowenien seine sowjetischen Panzer an die Ukraine liefern, und Deutschland würde sie im Gegenzug durch gepanzerte Fahrzeuge ersetzen. Allerdings sei die Umsetzung des Abkommens kompliziert, da Ljubljana nicht die „alten“ Systeme Deutschlands wolle, berichtet die Zeitung Der Spiegel, die sich auf vertrauliche Dokumente des Bundesministeriums der Verteidigung bezieht.

Bundesverteidigungsminister Christine Lambrecht kündigte Ende letzten Monats an, dass Deutschland gepanzerte Fahrzeuge an die Ukraine liefern werde, basierend auf einem Abkommen, das auch Slowenien einschließen würde. Laut deutschen Medienberichten erwähnte die Bundeskanzlerin auch das multilaterale Abkommen über die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine mit mehreren osteuropäischen Ländern, darunter Slowenien. Olaf Scholz.

Berichten zufolge Spiegeldas sich auf ein vertrauliches Dokument bezieht, Slowenien hat Deutschland einen zirkulären Austausch vorgeschlagen, wonach es alte gepanzerte T-72-Panzerfahrzeuge aus sowjetischer Produktion in die Ukraine liefern würde und im Gegenzug deutsche Panzerfahrzeuge Leopard 2, Panzerfahrzeuge Puma und GTK haben möchte gepanzerte Boxer-Radfahrzeuge.

Aber in Berlin machten sie bekannt, dass sie keine Leopard- und Puma-Panzerfahrzeuge liefern könnten, aber dass sie „alte“ Marder-Panzerfahrzeuge und noch ältere Fuchs-Panzerfahrzeuge anbieten könnten, denen Slowenien laut einer deutschen Zeitung in an nicht zustimmen würde Artikel, der am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde.

In Russland hergestellte T72-Panzer werden auch auf den Schlachtfeldern der Ukraine eingesetzt. FOTO: Serhii Nuzhnenko/Reuters

Das Dokument, auf das sich der Spiegel bezieht, nennt vier mögliche Angebote an Slowenien. Dem ersten zufolge würde Deutschland Slowenien 30 gepanzerte Marder-Fahrzeuge und 35 Fuchs-Panzerfahrzeuge liefern, aber diese Option soll für Ljubljana nicht akzeptabel sein. Ein anderer erwähnt die Möglichkeit, 30 gepanzerte Fahrzeuge Leopard 2 und 35 Puma zu liefern, was für die Bundeswehr nicht in Frage kommt.

Der dritte geht davon aus, dass Deutschland Slowenien mit 15 Leopard 2- und 35 Marder-Panzerfahrzeugen beliefert; Die fehlenden 15 Rüstungen würden durch verschiedene Spezialrüstungen ersetzt. Die vierte Option geht davon aus, dass Slowenien 35 gepanzerte Fahrzeuge an die Ukraine liefert, während Deutschland die Entschädigung Sloweniens in Form von modernen gepanzerten Fahrzeugen finanziert und Slowenien in der Übergangszeit 35 Marder leiht, die es dann an Deutschland zurückgibt.

Die dritte und vierte Lösung seien für Slowenien „wahrscheinlich akzeptabel“, während die vierte „in den Medien wahrscheinlich negativ bewertet würde“, fasst Spiegel das vertrauliche Dokument zusammen.

Seit der Erstellung des vertraulichen Dokuments sind mehrere Wochen vergangen, aber die Probleme sind immer noch nicht gelöst. Das Verteidigungsministerium in Berlin hat laut der Zeitung aber noch nicht aufgegeben. Mehrmals täglich telefonieren sie mit Ljubljana und suchen nach neuen Möglichkeiten, das Abkommen zu lösen.

Zur Frage des Briefpapiers RTV SlowenienWie weit sie mit der Einigung seien, erklärte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, dass die Gespräche noch andauern und er bis zu ihrem Abschluss keine Antwort oder weitere Informationen zu der Angelegenheit geben könne. Wenn es zu einem der vielen Vorschläge eine Lösung und Einigung gibt, wird dies bekannt gegeben. Auf die Frage, ob man in Ljubljana auf eine neue Regierung warte, sagte Berlin, man wolle nur so schnell wie möglich eine Einigung.

Hildebrand Geissler

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