Spanien gegen Frankreich zum vierten Europameistertitel

Spaniens Basketballspieler (Jaime Fernandez im Bild) sind der neue Europameister. (Foto: REUTERS)

Wegen der Coronavirus-Pandemie und der Verschiebung der Europameisterschaft gehörte der Titel des Meisters des alten Kontinents fünf Jahre lang Slowenien. Seit gestern hat Spanien sie auf dem Thron abgelöst. Die Basketballer von Trainer Sergio Scariolo eroberten zum vierten Mal in der Geschichte den europäischen Wettbewerb, insbesondere unter der Führung des italienischen Strategen. Im Finale dominierten die Spanier schnell das Parkett der Mercedes-Benz-Arena und führten Mitte des zweiten Viertels bereits mit 21 Punkten. Frankreich kam mit einem Teilstand von 20:2 zurück ins Spiel, verbrauchte dabei aber eindeutig zu viel Energie. Spanien übernahm wieder die Initiative und brachte das Spiel recht ruhig zu Ende. Der Held des Champions war Juancho Hernangomez, der 27 Punkte erzielte, darunter sieben 3-Punkte-Würfe aus neun Versuchen.

Im Spiel um die Bronzemedaille war Deutschland nach der Enttäuschung im Halbfinale gegen Frankreich sichtlich im Krampf, während die Polen entspannt waren, denn für die Spieler von Trainer Igor Miličić ist die Platzierung unter den ersten vier ein Riesenerfolg . Die Gastgeber der Meisterschaft lagen über weite Strecken des Spiels in Führung, doch der Gegner glich sieben Minuten vor Schluss zum 59:59 aus. Die Polen haben geglaubt, sich gegenseitig auf der Bank Mut gemacht, aber der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Mannschaften war einfach zu groß. Auf den Flügeln von Dennis Schröder, der mit 26 Punkten bester Scorer des Spiels war, dominierten die Deutschen in den entscheidenden Momenten und holten verdient den dritten Platz und damit die erste Medaille seit 17 Jahren.

„Ich bin sehr stolz auf diese Gruppe von Spielern, die den Sommer mit ihren Familien geopfert haben. Es war eine Ehre, sie zu führen und ihnen beim Wettkampf zuzusehen und gleichzeitig Spaß zu haben. Wir sind immer noch etwas enttäuscht über das Halbfinale. Nachdem wir Griechenland im Viertelfinale besiegt hatten, hatten wir das Gefühl, dass wir auch Spanien schlagen und es ins Finale schaffen könnten. Aber das ist Sport und er wird uns nur stärker machen. Das Positive ist, dass wir Bronze geholt haben, denn so hat unsere Arbeit an Bedeutung gewonnen“, fasste der Bundestrainer nach dem Bronzegewinn seine Gedanken zusammen Gordon Herbert. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht und diese deutschen Spieler Schüsse machen lassen, die wir nicht hätten machen sollen. Gleichzeitig haben wir den Ball im Angriff nicht gut zirkuliert und uns nicht gut positioniert. In der Abwehr war es anders In der zweiten Halbzeit sind wir zurückgekommen und haben den Gegner eingeholt. Aber in Schlüsselmomenten haben wir Voigtmann zweimal zum Dreier im Schuss gelassen und dafür teuer bezahlt. Ich gratuliere Deutschland zum Sieg, aber auch meinen Spielern für das gesamte Turnier. To Für mich sind sie Helden, Superstars. Ich hoffe, dass die jungen Spieler viel von dieser Erfahrung mitgenommen haben“, sagte der polnische Trainer Igor Miličić.


Hildebrand Geissler

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