Twitter-Aktionäre stimmten für den Verkauf des Unternehmens an Musk

Die Aktionäre des amerikanischen Unternehmens Twitter stimmten laut ausländischen Presseagenturen der im April vom amerikanischen Milliardär Elon Musk auf der Hauptversammlung angekündigten Übernahme des Unternehmens für 44 Milliarden Dollar zu. Musk ist vor einiger Zeit von der Übernahme zurückgetreten, das Unternehmen will den Deal aber trotzdem gerichtlich durchsetzen.


Foto: Profimedia


SAN FRANCISCO
> Im April kündigte Musk die Übernahme von Twitter an, das das gleichnamige soziale Netzwerk betreibt, für 54,20 Dollar pro Aktie oder insgesamt 44 Milliarden Dollar. Der Deal wurde vom Vorstand von Twitter genehmigt, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre, und dann zog sich Musk im Juli von der Übernahme zurück.

Kurz darauf reichte das Unternehmen eine Klage gegen Musk ein, weil es sich von der angekündigten Übernahme zurückgezogen hatte, und das heutige Aktionärsvotum bedeutet, dass es laut US-Medien mit der Klage fortfahren kann.

Den Aktionären fiel es nicht schwer, für die Übernahme zu stimmen, da die Aktien von Twitter derzeit an der Börse zu einem viel niedrigeren Preis gehandelt werden als Musks Angebot, nämlich 41,70 Dollar. Nun liegt das Schicksal des Unternehmens vollständig in den Händen des Gerichts, berichtete die deutsche Nachrichtenagentur dpa.

Musk begründete die Entscheidung, sich von der Übernahme zurückzuziehen, damit, dass das Unternehmen ihm keine verlässlichen Daten über die Anzahl der Profile, die Spam oder robotergesteuert (Bots) sind, zur Verfügung gestellt habe.

Hinweisgeber Peter Zatko, ehemaliger Sicherheitschef von Twitter, wies Ende August auf mutmaßlich große Sicherheitslücken und irreführende Angaben zu den Accounts von Twitter-Nutzern hin. Damals schätzte Musk, dass die Enthüllungen des Whistleblowers für eine Vertragsauflösung sprachen. Zatko sagte heute auch vor dem Justizausschuss des US-Kongresses, Twitter habe seine Warnungen ignoriert.

Das Gericht, vor dem Twitter Musk verklagt, entschied letzte Woche, dass Musk Zatkos Angaben in die Klage aufnehmen kann, lehnte jedoch Musks Antrag auf Verschiebung des Prozessbeginns ab. Die Anhörung soll am 17. Oktober beginnen.


Hildebrand Geissler

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